Die Aufmerksamkeit auf das richten, was weiterbringt

Wir Menschen sind einfach von Natur aus beeindruckbar und lassen uns durch die eine oder andere Meinung (von wem auch immer) oft wie mit einem Virus anstecken, ohne deren Sinn und Wahrheitsgehalt selbst überprüft zu haben. Dies beobachte ich täglich in sozialen Netzwerken und auch bei Menschen, denen ich sehr zugetan bin. Die regelmäßige Beschäftigung mit den Katastrophen dieser Welt bewirkt bewusst oder unbewusst: Angst.

Ich behaupte nicht, dass nicht eine gewisse Vorsicht im Umgang mit manchen Themen sinnvoll ist, doch wenn sie in nackte Angst ausartet, dann ist das einfach des ‚Schlechten‘ zu viel. Angst hat eine gravierende Eigenschaft: sie macht entweder direkt handlungsunfähig oder löst Panikhandlungen aus. Beides löst das Problem nicht im Mindesten. Zudem fehlt Dir vor Angst ab einem gewissen Ausmass irgendwann die Energie zum konstruktiven Handeln.

Wie jeder von uns schon einmal erfahren hat, tritt im täglichen Leben genau das ein, was wir befürchten. Umgekehrt gelingt uns das spielend, worauf wir selbstsicher unsere Aufmerksamkeit richten. Daher empfehle ich Dir folgende Handlungsweise, wenn Du auf eine Herausforderung unbekannten Ausmaßes triffst. Stell Dir diese Fragen in einem Zustand innerer Gelassenheit:

  1. Wie sieht meine eigene und unabhängige Überzeugung zu dieser Herausforderung aus?
  2. Kann ich etwas tun, um die Herausforderung (für mich / für Andere) zu lösen? Wenn ja, was kann ich tun?
  3. Welche Fähigkeiten und Talente kann ich dafür einsetzen? Welche Menschen könnten mich dabei unterstützen?

Mit der Aufmerksamkeit auf den Lösungsansatz kommst Du ins Handeln und tust garantiert etwas, das Dich in diesem Moment weiterbringt, auch wenn das große Ziel noch in weiter Ferne scheint. Vertraue einfach darauf, dass es am Ende gut ausgeht. Teile als Impulsgeber Deine Erfahrungen mit Anderen und freue Dich darüber, Dein Umfeld nicht nur aus dem Kreislauf der Angst zu holen, sondern ebenfalls zur Lösungsorientierung anzuregen.

 

Die eigene Handlungsmotivation ergründen

Jedes Handeln oder Unterlassen produziert – unabhängig vom Lebensbereich – Ergebnisse, gleich ob sie von uns gewünscht oder nicht gewünscht sind. Solange wir die Ergebnisse erzielen, die wir mit unserem Handeln bewirken wollen, ist eine Analyse überflüssig. Wenn Du nun also das gewünschte Ergebnis nicht erzielst, bringt ein reflektiver Blick in die eigene Motivation und deren Umstände neue Erkenntnisse. Auf die Frage: „Warum erhalte ich dieses von mir nicht gewünschte Ergebnis?“ gibt es folgende mögliche Antworten:

  1. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen kann gerade kein anderes Ergebnis erzielt werden, weil Du alles dafür getan hast, um es zu bewirken. Das ist die gelöste und souveräne Haltung, die Du einnimmst, wenn Du bewusst und verantwortungsvoll handelst.
  2. Ich habe die Entscheidung zu Handlung für jemanden Anderen vorbereitet. Die Ausführung liegt nun im Verantwortungsbereich eines Anderen. Da Du üblicherweise keinen Einfluss auf den Verantwortungsbereich eines Anderen hast, kannst Du nur abwarten und dabei Angebote zum Handeln machen.
  3. Beim Handeln hast Du kein gutes Gefühl. Gefühle sind wichtige Begleiter für erfolgreiches Handeln. Ob Du nun eine optimistische und selbstsichere Grundhaltung hast oder Zweifel und Befürchtungen äußerst, es kommt genau so, wie Du es Dir gedacht hast. Optimismus bewirkt Erfolg, Befürchtungen und Zweifeln bewirken das Gegenteil.
  4. Die Reichweite Deiner Handlung macht Dir Angst. Angst schränkt den Gestaltungsspielraum ein und bewirkt entweder eingeschränktes Handeln, eine Handlungsblockade oder ein Unterlassen.
  5. Du hast um Rat gefragt bevor Du gehandelt hast. Es ist ein menschliches Bedürfnis, sich zu wichtigen Entscheidungen auszutauschen. Dennoch trägst Du allein die Verantwortung für Dein Handeln und lebst danach mit den Konsequenzen.
  6. Du warst abgelenkt durch die Umgebung, meine Familie und entsprechende Lebensumstände. Auch hier trägst Du die Verantwortung und die Konsequenzen für Dein Handeln. Daher liegt es an Dir, herauszufinden, weshalb Du überhaupt abgelenkt werden konntest.

Sobald Du Dich mit Deiner Handlungsmotivation auseinandersetzt, stellst Du fest, dass Du immer die Wahl hast, die Richtung Ihres Handelns zu steuern. Welche Bordmittel Dir dazu zur Verfügung stehen, schildere ich in einem meiner nächsten Impulse.